FAQ

Fragen und Antworten

Worum geht es im Projekt?

Im Rahmen des Projektes wird ein Pflegeunterstützungsroboter in Praxisumgebung sowie unter wissenschaftlicher Begleitung getestet und weiterentwickelt. Es handelt sich bei dem Projekt nicht um die Einführung eines Pflegeunterstützungsroboters in den beteiligten Altenpflegeheimen.

Ziel des Projektes ist die praxisnahe Verbesserung von Robotern für mögliche Unterstützungsaufgaben im Bereich der Altenpflege sowie die Identifikation von möglichen Problemen und Herausforderungen.

Zu den Forschungsfragen zählen unter anderen die soziale und technische Interaktion zwischen Mensch und Roboter, die Weiterentwicklung der Robotik und der künstlichen Spracherkennung sowie Fragen der technischen Sicherheit.

In welchen Bereichen wird der Roboter eingesetzt?

Lio ist ein Pflegeunterstützungsroboter, kein Pflegeroboter. Er wird keine direkten Pflegeaufgaben am Menschen wahrnehmen.

Lio wird überwiegend soziale und Service-Aufgaben wahrnehmen: Begrüßung und Unterhaltung von Personen, Getränke und Speisen bringen sowie zum Trinken/Essen auffordern, zu Bewegungsübungen anleiten, Spiele spielen, Auskünfte geben. Darüber hinaus soll Lio als Unterstützung der Nachtwache eingesetzt werden. Für den späteren Verlauf des Projektes sind unter anderem eine Dolmetscherfunktion sowie die Erkennung von Notfällen und Alarmierung von Pflegepersonal vorgesehen.

Die Interaktion mit Lio ist für alle Bewohnerinnen und Bewohner der beteiligten Altenpflegeheime freiwillig. Bei allen seinen Einsätzen wird Lio von geschultem Personal begleitet und überwacht.

Wer ist an dem Projekt beteiligt?

Die Erprobung von Lio wird in der Caritas-Altenhilfe für die Region Konstanz (St. Marienhaus) sowie dem Alterszentrum Emmersberg in Schaffhausen durchgeführt.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die Universität Konstanz (Prof. Dr. Marcel Waldvogel, Prof. Dr. Oliver Deussen, Fachbereich Informatik und Informationswissenschaften) sowie durch die Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn (Prof. Dr. Guido Kempter, Dr. Katrin Paldán, Forschungszentrum Nutzerzentrierte Technologien).

Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogrammes Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein gefördert.

Welche Entwicklungsschritte sind geplant?

  • Phase 1: Begrüßung, Auskünfte geben, Getränke anbieten, Persönliche Ansprache, Geschichten erzählen, Aufforderung zur Bewegung, Getränke bringen, Aufforderung zum Trinken, Bewohner-Erkennung im kleinen Nutzerkreis.
  • Phase 2: Spiele spielen, Schwesternruf, Meldungen an Pflegepersonal.
  • Phase 3: Getränkeaufnahme kontrollieren, Bewohner-Erkennung mit erweitertem Nutzerkreis, Videoanruf mit Pflegepersonal.
  • Phase 4: Snacks anbieten und bringen, Begleitung, Dolmetscherfunktion, Erkennung aller teilnehmender Bewohner, Ermittlung Vitalzeichen, Kontrolle der korrekten Sitzposition.